Als die Römer frech geworden...

 
Und hier gibt's die Fotos zu sehen. Einfach draufklicken...

Zunächst geht unser Dank an Dixie, der dieses Treffen prima organisiert und durchgeführt hatte.

Die Horte war komplett bis auf Ulli. Die Zahnop. War kurzfristig terminiert   und ließ sich nicht verschieben.  Wir hatten ein Hotel mit Sing-u. Diskussionsmöglichkeit  in Osnabrück, den KULMBACHER HOF“.  Leider lagen einige Zimmer zur Straße, so dass Freunde schlecht geschlafen haben. Indianer kennen aber keinen Schmerz, nicht wahr Brat?

So waren neben sechs Gitarren zehn Freunde da, Brat, Peter Weigandt, Lampi (Peter Lampasiak), Uwe,  Helle, Kuddi, Caschi,, Hogger, Hubert und Dixie. Die Ersten kamen gegen Mittag und hatten Hunger.  Ein Klasse – Restaurant „Zinnober“ hatte wunderbaren  Rotwein und italienisches Essen. Dann tauchte der restliche Haufen im Hotel auf.  Große Freude, sofort Gesänge und lebhafte Gespräche. Römer, Varus auch zeitnahe Politik. Es ging sofort zur Sache.  Peter W. hatte die einzigen bekannten Berichte der römischen Seite über diese Schlacht des Varus am Teuto dabei und war bestens vorbereitet.

Publius Cornelius Tacitus um 116/117 n. Chr. Und Cassius Dio Cocceianus: Römische Geschichte nach 229 n. Chr. Dazu Skizzen vom römischen Germanien.

M.E. Berichte die die römische Seite positiv darstellen, um Rom zu gefallen oder die Germanen zu überzeichnen, au gleichem Grund.

Über den „wahren Ort“ der Varus Schlacht sollten wir nicht reden. Da sind schon landschaftliche Eitelkeiten, Halbwissen, Rechthabereien und viel Dummheiten ausgetauscht worden.

Zwei Dinge nur:  Das Hermannsdenkmal im Teuto bei Detmold steht sehr exponiert, sieht mächtig aus und ist das Lebenswerk des Ernst von Bandel, der in  Hannover und Berlin als Bildhauer und Archtitekt gearbeitet und den Platz für das Dankmal selbst ausgesucht und bestimmt hatte. Nix historisches also, ehe zur Ehre des Cheruskers und aus dem Geschmack der Zeit entstanden, Baubeginn 1838, 1875 Fertigstellung. Kalkriese ist da schon eher möglich. Die Topographie der Landschaft, die Funde sind schon bessere Argumente.  Der Weg der Römer führte wohl zu Beginn vom Niederrhein Xanten an der Ems entlang zur Weser. Auch vom Lager Haltern könnten sie gekommen sein.  Die Schlacht bei Kalkriese fand auf dem Rückweg aus dem Sommerlager an der Weser statt.  Vielleicht hatte man den Auftrag Verwaltungsstrukturen aufzubauen. Hierfür konnte nachgewiesen werden, dass es sich um einen friedlichen Zug mit Frauen und Kindern zur Zeit des Überfalls handelte. Kann auch sein, dass der Lebensraum im Osten gesichert werden sollte, wie es später ja unser Gröfaz versuchte..                                                                                 

Singen und sagen bei bayrischer Küche zum Abend. Unsere Lieder hatte Lampi wie immer drauf und registriert. Das Essen im Hotel reichlich aber hallo. Kuddi im Kampf mit der Schweinshaxe, Bratkartoffeln und Spiegeleier, Leberkäse.

Am Mittwoch früh nach Kalkriese zur Ausstellung, dem Landschaftspark, dem Ort, der eigentlich von den Funden und der Topographie der Umgebung den Berichten am Nächsten kommt. Eine beeindruckende Sammlung von ca. 6000 Artefakten ist zu sehen.

Der Cheruskerfürst „Arminus“, eigentlich eingehorsamer Vasall Roms, muß sehr geschickt und listig vorgegangen sein. Neben seiner Arbeit  für den Kaiser in Rom brachte er die auch in sich zerstrittenen germanischen Stämme im geheimen zusammen, ohne moderne Nachrichtenübertragung. Vermutlich spielten  verwandtschaftliche Bande eine Rolle.

 

Die Gründe für diese Attacke auf die Legionen des Verwaltungsbürokraten Varus, der ja kein Feldherr vom Ursprung war und erst nachträglich dazu ernannt worden war, sind unklar. 116/117 n. Chr. Schreibt Publius Cornelius Tacitus Zitat: Der echte Germane wird es nie verzeihen, dass sich zwischen Elbe und Rhein Ruten, Beile und die Toga haben blicken lassen.  Andere Völker haben Hinrichtungen und Tributzahlungen noch nicht geschmeckt, weil sie das römische Reich nicht kennengelernt haben.  Wir aber, die wir seinJoch abgeschüttelt haben, wir, vor denen der unter die Götter erhobene Augustus, der zum Kaiser erkorene Tiberius unverrichteter Sache hat den Rücken kehren müssen,- wir werden jetzt nicht vor einem unerfahrenen Knaben, vor einem meuterischen Heer  zittern.  Wenn ihr das Vaterland, die Eltern, die alte Freiheit der Knechtschaft und neuen Römerstädten vorzieht, dann folgt Arminius, der euch  zum Ruhm und zur Freiheit, nicht Segestes, der euch in Schande und Sklaverei führt!“  Zitat Ende.

Man suchte nachträglich Gründe, um die Blamage für die Niederlage und den Selbstmord des Varus  zu verstehen.  Es gab auch gewiss psychologische. Persönliche Motive des Cheruskers, über die man kräftig spekulieren kann. Arminius war ein sehr guter Motivator aber auch eine hinterlistige Bazille.

Zurück nach Osnabrück. Mittagszeit und Stärkung im „Zinnober“ beim Italiener vor dem westfälischen Frieden, dem Dom und der Stadt Osnabrück.

Eine schöne, gut restaurierte Altstadt. Die Fußgängerzone austauschbar nicht aber der St. Petrus Dom. Spätromanisches Bauwerk aus Ibbenbürener Sandstein, die Fassade, die innere Ausstattung, Böden und Altäre, ein komlettes Ensemble. Der ständigen Erweiterung aus Platzgründen entstammt der gotische Teil. Getrennt und gut erkennbar die Baustile. Der Sandstein relativ weich weil porös relativ leicht zu bearbeiten.  Ständige Bauhütte wie bei allen großen Domen erforderlich noch heute.

Alle Texte und Ausführungen sind im Internet zu finden. Bitte nachlesen, wen`s interessiert. Es würde sonst den Rahmen unserer Chronik sprengen.

Noch das Rathaus, wo neben der Stadt Münster der osnabrücker Teil des westfälischen Friedens letztlich 1648 den dreißigjährigen Krieg beendete.  Im Verhandlungssaal die Porträts der Teilnehmer der Abschlussverhandlungen. Im Rathaus noch  eine Ausstellung der Stadtinsignien von Osnabrück.

Das Pflastertreten forderte langsam Tribut. Zwei ältere Herren, angeschlagen durch Hüftop. Herzprobleme und zusätzlichen Wadenzerrungen schlichen zum Taxistand, also Brat und Hogger. Wir brauchten Ruhe vor unserm Abend.

Ein wunderbarer letzter Abend. Es war eine Freude zusammen zu sein zu singen, zu reden, zu essen zu trinken. Für unsere Musik Beifall von anwesenden Gästen. Dixie spielte fantastische Soli. Sein Referat über die Musik der Römer einfach Spitze. Nero`s musische Ergüsse waren teilweise Satire und grausam grotesk aber anscheinend hat er etwas bewegt.

Ein Treffen gefüllt prall mit Erlebnissen, viel Programm und dem Gefühl, dass die Freunde der Horte stark miteinander verbunden sind.

Dann der Abschluß „ Kameraden wann sehen wir uns wieder?“ In 2009 „Ostfriesland“ mit Papenburg, der Meier- Werft u.a. Caschi  meinte er wäre dran. Prima, dann auf geht`s.

Euer Hogger !

     
     
 
Home
Inhaltsverzeichnis
Unsere Horte
Unsere Geschichte
Die DJ 1.11 nach 1945
Tagebuch Korsika 1951
Hortenchroniken
Neues
Interessante "links"
e-mail